Ein Projekt, das Ihre Aufmerksamkeit verdient:
Haus Jungfried am Kurzentrum Lahnstein

Die Kenner des Lahnsteiner Kurgebietes auf der Höhe über Rhein und Lahn werden das "Haus Jungfried" eher zufällig entdeckt haben. Erst beim Durchqueren eines Waldstücks findet man ein Gebäude mit eindrucksvoller, ungewöhnlicher Architektur, das schon Jahrzehnte vor dem Bau des Kurzentrums, nämlich in den 20er Jahren durch den Architekten Buschhütter errichtet wurde. Dieses Gebäude fordert geradezu ein innovatives Konzept heraus, ein Angebot zur Ergänzung des vorhandenen Ensembles von Thermalbad, Klinik und Ferienanlage.

Es wundert daher nicht, daß aus der Ärzteschaft der Klinik Lahnhöhe der Impuls entstand, eine neue Nutzung für dieses wunderbare Haus zu entwickeln und dem neuen Eigentümer vorzuschlagen, an dieser Stelle ein ganz neuartiges Angebot zu realisieren. Allzu oft werden die Ärzte von ihren Patienten daran erinnert, daß Gesundung einen Prozeß darstellt, der sich in wenigen Tagen oder Wochen zwar aussichtsreich beginnen, niemals aber zu Ende führen läßt. Genesung braucht immer wieder Begegnungsmöglichkeiten, Impulse von außen, Gemeinschaftserleben, verbunden mit professioneller Begleitung. Dies bedarf nicht mehr klinischer Rahmenbedingungen, sondern eine Urlaubsgestaltung der besonderen Art.

Dies ist daher das erste und vordringlichste Ziel für das neue "Haus Jungfried" am Kurzentrum Lahnstein: Einen Erholungsraum zu schaffen, in dem Kontakte und Gemeinschaftsbildung erleichtert und erwünscht wird und in dem begleitend fachliche Hilfen nach Wunsch und nach Bedarf geboten werden. Dies alles zu urlaubsgemäßen Preisen, so daß diese Angebote für eine breite Interessentenschaft realisierbar sind.

Eine weitere Zielgruppe des neuen Hauses finden wir in jenen selbst organisierten Gruppen, in denen sich Langzeitpatienten (beispielsweise Rheumatiker, MS-Kranke, Parkinson-Erkrankte) zusammengefunden haben, um sich gegenseitig menschlich zu stützen und bei der Auswahl der therapeutischen Möglichkeiten behilflich zu sein. Diesen Gruppen kann das Haus Jungfried für einige Tage oder auch (wenn die Gruppen aus der unmittelbaren Umgebung kommen) stundenweise einen Rahmen zur Verfügung stellen, in dem professionelle Begleitung möglich wird.

Quadrivium hat schon vor Jahren aus dem Wunsch heraus, eine derartige sozialtherapeutische Heilstätte zu entwickeln, einen eigenständigen Trägerverein gegründet, der seitdem dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen ist: die "Sozialtherapeutische Gemeinschaft". Dieser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und damit in der Lage, finanzielle Zuwendungen steuerrechtlich wirksam zu bescheinigen. Der Verein wird sich an dem Aufbau des Hauses Jungfried finanziell wie konzeptionell beteiligen. Er hat - was die ideelle Beteiligung anbetrifft - bereits den Dialog mit der regionalen Ärzteschaft begonnen. Er lädt darüber hinaus alle ein, die an der Konzeptionierung und späteren Gestaltung des Hauses interessiert sind, sich mit ihren Ideen, Erfahrungen und Anregungen einzubringen.

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